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Viskosität und Strömungsdoppelbrechung mässig konzentrierter Lösungen hochmolekularer Stoffe
Author(s) -
Peterlin A.,
Signer R.
Publication year - 1953
Publication title -
helvetica chimica acta
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.74
H-Index - 82
eISSN - 1522-2675
pISSN - 0018-019X
DOI - 10.1002/hlca.19530360646
Subject(s) - chemistry , polymer chemistry , physics
Die mässig konzentrierten Lösungen von linearen Makromolekeln zeigen eine sehr starke Abhängigkeit der Viskosität und der Doppel‐brechung von der Konzentration und dem Gefälle, die durch die vorliegenden Theorien der unendlich verdünnten Lösungen nicht wiedergegeben werden kann. Die Strukturviskosität ergibt am Anfange ein lineares Absinken der Viskosität mit dem Gefälle, was ein ausgesprochener Konzentrationseffekt ist. Die sehr unübersichtlichen Verhältnisse bei der Strömungsdoppelbrechung können als Orientierungseffekte der Einzelmolekel gedeutet werden, falls man als effektive Scherspannung das Produkt aus dem Gefälle und der wirksamen Viskosität η * einführt. Die Werte der letzteren müssen aus den entsprechenden Viskositätsmessungen entnommen werden. Genau genommen liefern diese Messungen das Produkt [η] η * , welches allein die für das Verhalten der gelösten Makromolekel charakteristische Funktion der Konzentration und des Gefälles darstellt. Mit dieser Vorstellung erhält man eine befriedigende Wiedergabe der Messungen für Lösungen, deren relative Viskosität bis zu 2500 geht. Ferner hat man auf diese Weise die Möglichkeit, aus bequem auszuführenden Messungen bei mässigen Konzentrationen die charakteristischen Konstanten der gelösten Einzelmolekel, die spezifische Maxwell 'sche Konstante und die Orientierungszahl, zu bestimmen. Allerdings hat man dabei auch die Viskositäten für die gleichen Gradienten zu messen.