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Millosid, Pauliosid, Strobosid und Boistrosid. Die Glykoside von Strophantus Boivinii Baill. , II. Mitteilung. Glykoside und Aglykone, 96. Mitteilung
Author(s) -
Schindler O.,
Reichstein T.
Publication year - 1952
Publication title -
helvetica chimica acta
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.74
H-Index - 82
eISSN - 1522-2675
pISSN - 0018-019X
DOI - 10.1002/hlca.19520350306
Subject(s) - chemistry , stereochemistry
Die kürzlich aus den Samen von Strophanthus Boivinii Baill . isolierten Glykoside Millosid, Pauliosid, Strobosid und Boistrosid wurden hydrolysiert und dabei als gemeinsames Genin aller vier Glykoside Corotoxigenin (VI) gewonnen. Als Zucker wurde bei Pauliosid D‐Sarmentose und bei Boistrosid D‐Digitoxose erhalten. Strobosid gab bei der Hydrolyse einen wahrscheinlich noch unbekannten Zucker, der Boivinose genannt wurde. Dieser besitzt möglicherweise die Konfiguration einer D‐Xylo‐2‐desoxyhexamethylose. Der Zucker von Millosid konnte nicht kristallisiert erhalten werden; auf Grund der spez. Drehung und des Smp. des Phenylhydrazids des durch Oxydation des Zuckers erhaltenen Säurelactons konnte gezeigt werden, dass es sich sehr wahrscheinlich um D‐Cymarose handelt.