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Biologische Citrullinsynthese. II. Mitteilung
Author(s) -
Müller A. F.,
Leuthardt F.
Publication year - 1950
Publication title -
helvetica chimica acta
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.74
H-Index - 82
eISSN - 1522-2675
pISSN - 0018-019X
DOI - 10.1002/hlca.19500330206
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
Aus den bisher bekannten Tatsachen über die biologische Citrullinsynthese in der Leber geht soviel mit Sicherheit hervor, dass die Glutaminsäure unentbehrlich ist. Verschiedene Beobachtungen sprechen dafür, dass sie während des Prozesses wieder regeneriert wird, also katalytisch wirkt. Glutamin ist sicher keine Zwischenstufe der Synthese. Dies geht schon daraus hervor, dass in der Leber das Ferment, welches die Reaktion zwischen Glutaminsäure, Ammoniak und Adenosintriphosphat katalysiert, nicht in den korpuskulären Elementen (Mitochondrien, Mikrosomen) lokalisiert ist, sondern sich unter den löslichen Substanzen findet. Andererseits aber ist Glutamin bei Gegenwart einer kleinen Menge Glutaminsäure viel wirksamer als Ammoniak, und zwar muss angenommen werden, dass die Säureamidgruppe ohne vorangehende Hydrolyse direkt reagiert.