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De Liliifloris Notulae 6. De decuria prima specierum novarum generis Androcymbium sect. Androcymbium (Colchicaceae) in Africa Australi s.l. Praeterea novitates de huius sectionis nonnullarum specierum distributione (praesertim aucta speciminibus STEllenbosensibus i.a. collectis a botanico vero E. G. H. OLIVERO)
Author(s) -
MüllerDoblies D.
Publication year - 1998
Publication title -
feddes repertorium
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.24
H-Index - 25
eISSN - 1522-239X
pISSN - 0014-8962
DOI - 10.1002/fedr.19981090712
Subject(s) - humanities , art
Auf der Grundlage der Blattfolge und der Blütenökologie wird eine Untergliederung von Androcymbium sect. Androcymbium mit bisher 24 Arten in zwei Subsektionen vorgeschlagen: 1° subsect. Gradatocymbium mit zwei Serien (mit zusammen bisher acht Arten) und 2° subsect. Androcymbium mit sechs Serien (mit entsprechend 16 Arten). In der 1. Subsektion werden fünf neue Arten mit Diagnosen und zumindest zwei Abbildungen von charakteristischen Details aufgestellt; die fünf neuen Arten der 2. Subsektion werden in der Fortsetzung dieser Serie zusammen mit weiteren neuen Arten abgebildet. Acht der vorliegenden neuen Arten wurden wild gesammelt, zwei sind nur von Herbarbelegen bekannt. Die schwierigste und erfolgreichste taxonomische Analyse betraf den A. melanthioides ‐Komplex, der hier als Serie Androcymbium aufgestellt wurde. In der neuesten südafrikanischen Artenliste von 1993 wurde dieser Komplex als eine einzige Art, A. melanthioides WILLD. unter Einschluß von A. striatum A. RICH. 1851 (das schon von BAKER 1879 zur Varietat abgewertet worden war), bewertet. In der vorliegenden Arbeit hingegen wird A. striatum als eigene Art durch einige geringfügige aber konstante Merkmale bestätigt, und A. orienticapense wird als dritte Art von A . ser. Androcyrnbium vorgeschlagen. Die älteste (Generitypus) und sehr weit verbreitete Art der Serie, A. melanthioides, besteht aus drei morphologisch und geographisch getrennten Unterarten, von denen die beiden wichtigeren auch durch unterschiedliche Blütezeiten getrennt sind. Eine zweite taxonomische Überraschung bildeten die Androcymbien der Kaphalbinsel. Beide Arten, A. capense (L.) K. KRAUSE und A. eucomoides (JACQ.) WILLD., sollen im Süden häufig bzw. an der Westküste stellenweise gemein sein (LEIGHTON 1950). Mit Ausnahme einiger alter Herbarbelege von A. capense aus Kapstadt, Milnerton und den Cape Flats gibt es keinen Beweis für das Vorkommen beider Arten auf der Kaphalbinsel. In Wirklichkeit gehören Beschreibungen und Belege der beiden bisher angegebenen Arten zu zwei noch unbeschriebenen Arten, A. austrocapense and A. eghimocymbion . Schließlich werden drei Synonyme der neuesten südafrikanischen Artenliste (REID 1993) wieder als Arten anerkannt, und die gleiche Anzahl von Arten (die alle von KRAUSE 1921 aufgestellt worden waren) wird in die Synonymie verwiesen (Namen mit Autoren im Summary; Listen aller neuen Arten, Namen und Synonyme am Ende der Arbeit).