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Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen an Samen der Gattung Allium L. IV
Author(s) -
Kruse J.
Publication year - 1994
Publication title -
feddes repertorium
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.24
H-Index - 25
eISSN - 1522-239X
pISSN - 0014-8962
DOI - 10.1002/fedr.19941050711
Subject(s) - sect , biology , botany
Die Testa‐Skulpturen der Gattung Allium wurden an einer erweiterten Artenauswahl rasterelektronenmikroskopisch untersucht. Die geringe Differenzierung der Testa‐Oberfläche in der sect. Anguinum konnte an weiteren Arten bestätigt werden, wobei Beziehungen zu den Skulpturmustern der sect. Rhizirideum nachgewiesen wurden. Die untersuchten Arten der sect. Rhizirideum , sect. Bromatorrhiza , sect. Schoenoprasum und sect. Cepa entsprechen mit einer Ausnahme dem für diese Sektionen typischen Spektrum granulöser, selten verrucoser Testatypen. Die sect. Codonoprasum und sect. Molium zeichnen sich jeweils durch ein spezifisches verrucoses Testamuster aus. Die letztere Sektion zeigt vollständige Übereinstimmung mit der sect. Chamaeprason , während sich Allium ruhmerianum von anderen Arten der sect. Molium unterscheidet. Die untersuchten neuweltlich verbreiteten Arten der sect. Amerallium und sect. Lophioprason entsprechen den bisher ermittelten gruppenspezifischen granulösen bzw. verrucosen Testamustern. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Sektionen, bei denen gerade Antiklinalwände vorherrschen, zeichnet sich die Testa‐Epidermis der sect. Allium sowie des subgen. Melanocrommyum durch undulierte Antiklinalwände aus. Diese abgeleiteten Testatypen entwickeln vorherrschend verrucose Skulpturen. Bei beiden Gruppen konnten einzelne Arten mit ursprünglichen Skulpturmustern festgestellt werden. Die sect. Scorodon ist eine Übergangsgruppe mit sehr unterschiedlichen Testamustern, die den Übergang von relativ ursprünglichen, granulösen Testatypen mit geraden Antiklinalwänden zu abgeleiteten, verrucosen Typen mit undulierten Antiklinalwänden erkennen lassen.