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Die Wiederentdeckung Amerikas durch Christoph Columbus und die Einführung der Kartoffel in Europa Mit 4 Abbildungen
Author(s) -
FuchsEckert H. P.
Publication year - 1993
Publication title -
feddes repertorium
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.24
H-Index - 25
eISSN - 1522-239X
pISSN - 0014-8962
DOI - 10.1002/fedr.19931040717
Subject(s) - solanum tuberosum , art , biology , horticulture
Die Entdeckungsfahrten von Christoph Columbus nach der Neuen Welt zwischen 1492 und 1502 öffneten zwar die Möglichkeit zur Bereicherung der Palette der Kultur‐ und Nutzpflanzen der Alten Welt, doch gehörte dazu mit Sicherheit nicht Solanum tuberosum , unsere gewöhnliche Kartoffel. Die kartoffelähnliche, als Nahrungsmittel kultivierte Pflanze, die Columbus am 2. November 1492 auf Kuba bei der einheimischen Bevölkerung entdeckt hatte, war die Süßkartoffel, Ipomoea Batatas. Wann, und durch wen genau unsere gewöhnliche Kartoffel schließlich nach Europa gelangte, und wo sie erstmalig in Kultur genommen wurde, läßt sich heute kaum mehr mit Sicherheit nachweisen. Als gesichert darf andererseits angenommen werden, daß von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis in das 18. Jahrhundert unsere gewöhnliche Kartoffel meist lediglich als botanisches Kuriosum kultiviert und als Heilpflanze verwendet wurde. Eine weitere Verbreitung erreichte die gewöhnliche Kartoffel als wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung erst im Zusammenhang mit Hungersnot im Gefolge des Siebenjährigen Krieges (1756–1763).

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