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Durch Protophytobia cupressorum gen. nov., sp. nov. (Agromyzidae, Diptera) verursachte Markflecke in einem Holz von Juniperoxylon aus dem Tertiär von Süd‐Limburg (Niederlande) und der Nachweis von Markflecken in einer rezenten Callitris ‐Art
Author(s) -
Süss Herbert
Publication year - 1979
Publication title -
feddes repertorium
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.24
H-Index - 25
eISSN - 1522-239X
pISSN - 0014-8962
DOI - 10.1002/fedr.19790900304
Subject(s) - art , humanities , agromyzidae , physics , biology , botany , larva
Von einem durch Kräusel & Schönfeld (1924) beschriebenen Cupressaceen‐Holz aus dem Tertiär von Süd‐Limburg (Niederlande) nahm Greguss (1970) Stücke heraus, die Insektenfraß aufweisen. In einer rezenten Callitris ‐Art aus Australien fand er die gleiche Erscheinung (1970). Greguss betrachtete indessen die Erscheinung als natürliche spezifische Holzeigenschaft. In Wirklichkeit handelt es sich um Markflecke, die durch ein im Kambium minierendes Insekt verursacht werden. Beide Fälle sind in vorliegender Arbeit beschrieben worden. Ich nenne die Markflecke im fossilen Koniferen‐Holz von Süd‐Limburg Protophytobia cupressorum gen. nov., sp. nov. Unter diesem Namen wird ein Insekt verstanden, das nur durch die charakteristischen Fraßgänge überliefert ist. Bei lebenden Angiospermen‐Hölzern ist Phytobia Lioy (Agromyzidae, Diptera) die einzige bisher bekannte Gattung. Aus Koniferen‐Hölzern sind bisher keine entsprechenden Arten bekannt. Die Fraßgänge bei Koniferen werden zum großen Teil durch umgewandelte Tracheiden verschlossen.