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Taxonomische Betrachtungen am Genus Prunus
Author(s) -
Kárpáti Z. E.
Publication year - 1967
Publication title -
feddes repertorium
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.24
H-Index - 25
eISSN - 1522-239X
pISSN - 0014-8962
DOI - 10.1002/fedr.19670750103
Subject(s) - humanities , philosophy , art , biology
Die Systematik der Pflaumen ruht auf sehr unsicherer Basis. Im allgemeinen stehen zwei Auffassungen gegenüber. Nach der einen handelt es sich um zwei verschiedene Arten, und zwar Prunus domestica L . s. str. mit deutlich blaß gelbgrünen, immer länglichen Kronblättern und mit länglich‐eiförmiger Frucht, deren Steinkern sich vom Fruchtfleisch sehr leicht ablöst, ferner P. insititia J USLEN . mit mehr‐minder runden, reinweißen Kronblättern und mit kugeliger Frucht, deren Stein sich vom Fruchtfleisch nicht löst. Nach der anderen Auffassung werden alle Kulturpflaumen in eine Art, und zwar P. domestica L. s.l. vereinigt und die Kultursorten als Unterarten derselben betrachtet. Auf Grund der Untersuchung lebendigen Materials von etwa 400 Sorten in blühendem Zustand stellte es sich heraus, daß tatsächlich zwei Stammarten zu unterscheiden sind, daß also die erste Auffassung stichhaltig ist, und die meisten Sorten der Kulturpflaumen Bastarde der P. domestica mit P. insistitia sind, die einzelnen Sorten bzw. Sortengruppen als die verschiedenen Nothomorphen derselben Bastard‐Kombination anzusehen sind. Die sog. Mirabellen sind dagegen durch Hybridisation der P. domestica L. s. str. mit P. cerasifera E HRH . entstanden. All dies soll in der Nomenklatur zum Ausdruck gebracht werden.