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Untersuchungen an polymerisierenden Plasmen der Benzol‐Edelgas‐Glimmentladung. Teil I. Messungen des Säulengradienten bei Benzolzumischungen von weniger als 0,1%
Author(s) -
Deutsch H.,
Sabadil H.,
Görss E.W.
Publication year - 1975
Publication title -
beiträge aus der plasmaphysik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.531
H-Index - 47
eISSN - 1521-3986
pISSN - 0005-8025
DOI - 10.1002/ctpp.19750150408
Subject(s) - chemistry , physics , medicinal chemistry
Im ersten Teil der Arbeit wird über systematische Messungen des Gradienten in der positiven Säule in He, Ne und Ar bei Benzolzumischungen von weniger als 0,1 Volumenprozent und Entladungs‐strömen um 1 mA berichtet. Im Gegensatz zu den Argon‐Benzol‐Gemischen sind bei Anwendung von He und Ne als Grundgas große zeitliche Änderungen des Säulengradienten in der Anfangsphase der Entladung zu beobachten. Die auf die Zeit t = 0 extrapolierten Gradientenwerte zeigen in He und Ne in Abhängigkeit vom Benzolanteil den typischen Verlauf für ein Penning‐Gemisch [1]. Die zeitliche Änderung des Gradienten wird verursacht durch den Benzoltransport zur Rohrwand in Form von positiven Ionen, die auf der Rohrwand haften bleiben. Die Erklärung des unterschied‐lichen Verhaltens des Säulengradienten in den drei Grundgasen He, Ne und Ar mit gleichen Benzolzumischungen basiert auf massenspektrometrischen Untersuchungen über die Wechselwirkung der metastabilen He‐Atome mit den Benzolmolekülen [2]. Danach sind Dissoziation und dissoziative Ionisation im Vergleich zur Ionisation ohne Dissoziation als sehr wirksame Stoßprozesse von metastabilen Edelgasatomen mit den Benzol‐Molekülen anzusehen.