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Zur Plasmazusammensetzung eines durch einen rotierenden Wasserhohlzylinder begrenzten natriumhaltigen Argonbogens
Author(s) -
Neumann Werner,
Serick Felix
Publication year - 1967
Publication title -
beiträge aus der plasmaphysik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.531
H-Index - 47
eISSN - 1521-3986
pISSN - 0005-8025
DOI - 10.1002/ctpp.19670070305
Subject(s) - physics
Es wird über Untersuchungen der Plasmazusammensetzung eines natriumhaltigen Argonbogens, der im Innern eines rotierenden Wasserhohlzylinders zwischen gestopften Graphitelektroden bei einer Stromstärke von 10 A brannte, berichtet. Die Stopfsubstanz bestand aus 36,4% C, 42,5% NaCl und 21,1% CuO. Elektronentemperatur, Elektronendichte sowie Ionen‐ und Neutralgasdichte der Elemente Na und Cu wurden aus der Intensität von Na I ‐und Cu I ‐Linien bei seitlicher Beobachtung bestimmt. Wegen der Lichtstreuung an der gekräuselten Wasserinnenfläche war eine Streukorrektur anzubringen. Für den Kohlenstoffgehalt läβt sich über die Verdampfungsrate eine obere Grenze von 2 · 10 15 cm −3 angeben. Der Wasserstoffgehalt wurde über die Strombilanz zu 1,2 · 10 16 cm −3 bestimmt. Ungefähr den gleichen Wert liefert eine Beziehung für das Druckgleichgewicht des von der Wasseroberfläche in den Bogen hineindampfenden und dort dissoziierenden Wassers. Über die Absolutintensität der H α‐Linie wird dagegen bei Annahme thermodynamischen Gleichgewichts eine um den Faktor 5 zu kleine Wasserstoffkonzentration erhalten. Dies deutet darauf hin, daß der Wasserstoffterm n = 3 gegenüber der Boltzmann‐ Besetzung 5fach unterbesetzt ist. Über die mögliche Verwendung der Bogenanordnung zur Überprüfung der Boltzmann‐Verteilung im Atomsystem des Argon bei variablen Elektronendichten wird diskutiert.