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Zum Mechanismus der positiven Niederdrucksäule im Grenzfall kleiner Elektronendichten. II. Die Energieverteilung der Elektronen
Author(s) -
Pfau S.
Publication year - 1967
Publication title -
beiträge aus der plasmaphysik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.531
H-Index - 47
eISSN - 1521-3986
pISSN - 0005-8025
DOI - 10.1002/ctpp.19670070106
Subject(s) - physics , chemistry
In der homogenen positiven Säule stromschwacher Edelgasentladungen wurde die Energieverteilung der Elektronen gemessen und mit den unter Berücksichtigung der elastischen sowie unelastischen Stoßverluste und unter Vernachlässigung der Elektronenwechselwirkungen aus der Boltzmann‐Gleichung berechneten Verteilungsfunktionen verglichen. Für Elektronen‐konzentrationen kleiner als 10 10 cm −3 wird eine gute Übereinstimmung zwischen den experimentellen und den theoretischen Werten gefunden. In dem für die Niederdruckentladung charakteristischen Parameterbereich des reduzierten Gradienten E/p 0 lassen sich unterhalb der ersten Anregungsenergie die Verteilungsfunktionen in Helium durch eine Maxwell‐Verteilung approximieren, während für Neon die Druyvesteyn‐Verteilung eine gute Näherung liefert. Oberhalb der Anregungsenergie weichen die Kurven von einer durchgehenden Maxwell‐ bzw. Druyvesteyn‐Verteilung ab. Die Abweichungen äußern sich in einem ausgeprägten Defizit an schnellen Elektronen. Die durchgeführten Ein‐ und Doppelsondenmessungen zeigen, daß nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Form der Verteilung brauchbare Resultate erzielt werden können.