z-logo
Premium
Skizze zu einer magnetohydrodynamischen Theorie der Sonnenflecken‐Vorgänge
Author(s) -
Steenbeck Max
Publication year - 1960
Publication title -
beiträge aus der plasmaphysik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.531
H-Index - 47
eISSN - 1521-3986
pISSN - 0005-8025
DOI - 10.1002/ctpp.19600010304
Subject(s) - physics , humanities , gynecology , philosophy , medicine
Das stark turbulente Plasma der Konvektionszone rotiert mit breitenabhängiger Winkelgeschwindigkeit um die Sonnenachse. Diese in sich gleitende Bewegungsform führt zu zwei Wirkungen: a) Ein in Meridian‐Richtung verlaufendes Magnetfeld erregt Wirbelströme, die ein Magnetfeld in Richtung der Breitenkreise erzeugen. b) Ein in der Konvektionszone vorhandenes Magnetfeld wird durch Mitnahme in den aneinander gleitenden Plasmazonen verdreht. Die Wirkung b) baut aus dem nach a) entstehenden O‐W‐Magnetfeld eine neue N‐S‐Komponente auf, deren Vorzeichen entgegengesetzt zu dem in a) ursprünglich wirkenden Erregerfeld ist; dadurch wird der Vorgang periodisch. Die Konvektionszone ist eine durch Rückkoppelung selbsterregter Wechselstrom‐Unipolargenerator, der seine Antriebsleistung aus der Koppelung selbsterregter Wechselstrom‐Unipolargenerator, die seine Antriebsleistung aus der gleitenden Rotation der Konvektionszone bezieht — Sonnenflecke entstehen, wenn stark magnetfeldhaltiges Plasma aus tieferen Schichten der Konvektionszone an die Oberfläche gelangt. Diese Vorstellung führt qualitativ zu eine Deutung der wesentlichen Sonnenflecken‐Erscheinungen; die Durchrechnung vereinfachter Modelle läßt die vorgeschlagene Deutung auch quantitativ als möglich erscheinen. I Die wesentlichen beobachteten Erscheinungen II Elektromagnetische Eigenschaften stark turbulenter Plasmen III Qualitative Darstellung der Sonnenflecken‐Theorie IV Quantitative Durchrechnung vereinfachter Modelle 1 Berechnung der Frequenz des Sonnenflecken‐Zyklus 2 Bestimmung der Amplitude 3 Einfluß eines Magnetfeldes auf adiabatische Temperaturänderungen des PlasmasV SchlußbemerkungenZu den auffälligsten Erscheinungen der Sonnenoberfläche gehören die Sonnenflecken. Ihr Auftreten und ihr Verhalten sind deutlichen und zum Teil schon sehr lange bekannten Gesetzmäßigkeiten unterworfen; trotzdem ist eine einigermaßen befriedigende Erkläruung dieser Erscheinungen bis heute nicht gelungen [1]. In der vorliegenden Arbeit wird versucht, diese Vorgänge aus einfachen magnetohydrodynamischen Vorstellungen über das Verhalten stark turbulenter Plasmen qualitativ und — wenn auch vorerst nur in sehr roher Näherung — quantitativ abzuleiten.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here