Premium
Über den elektrischen Durchschlag von Argon unter hohem Druck
Author(s) -
List Gunther
Publication year - 1960
Publication title -
beiträge aus der plasmaphysik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.531
H-Index - 47
eISSN - 1521-3986
pISSN - 0005-8025
DOI - 10.1002/ctpp.19600010303
Subject(s) - chemistry , gynecology , medicine
Bei Durchschlagsfeldstärken über 10 5 V/cm werden in komprimierten Gasen Abweichungen vom Paschen‐Gesetz beobachtet. Es wurden die Durchschlagsspannungen von Argon bei Drücken bis zu 300 at und bei Verwendung verschiedener Elektrodenmetalle gemessen. Die Streuung der Durchschlagspannung wird durch eine Konstante c charakterisiert, die vom Elektrodenmaterial, den Eigenschaften der Kathodenoberfläche und dem Quotienten aus Durchschlagsfeldstärke und Gasdruck abhängt. Der Durchschlag bei hohem Druck wird als ein Feldemissionsdurchschlag erklärt, wobei die erforderliche Feldstärke durch Anlagerung positiver Gasionen an die oxydierte Kathodenoberfläche erzeugt wird. Mit der Aufladung der Kathodenoberfläche steht ein Ladungsausgleich infolge der Leitfähigkeit der Oxydschicht in Konkurrenz. Beide Prozesse zusammen erklären die Größe der Streukonstanten c . Aus dem Gleichgewicht beider Prozesse wird eine Bedingung für die statische Durchschlagspannung abgeleitet.