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Umwandlungsplastizität von Kobalt‐Mangan‐Legierungen
Author(s) -
Schumann H.
Publication year - 1976
Publication title -
kristall und technik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.377
H-Index - 64
eISSN - 1521-4079
pISSN - 0023-4753
DOI - 10.1002/crat.19760110110
Subject(s) - chemistry , crystallography
Beim Abkühlen von Co‐Mn‐Legierungen mit 4 bis 16,4% Mn wandelt sich die kfz. γ‐Hochtemperaturmodifikation martensitisch unter Volumen‐ bzw. Längenabnahme in die hexag. ε‐Tieftemperaturmodifikation um, wobei die Ms‐, As‐ und Af‐Temperaturen mit steigender Mangankonzentration absinken. Erfolgt die Umwandlung unter der Einwirkung einer äußeren Zugspannung, tritt Umwandlungsplastizität auf. Diese beruht hauptsächlich auf einer zur Spannungsrichtung orientierten Martensitausscheidung und ist mit bleibenden Verlängerungen nach Durchlaufen eines Transformationszyklus sowie mit einer Abnahme der Fließgrenze und des Elastizitätsmoduls verbunden. Damit verhalten sich Co‐Mn‐Legierungen ganz ähnlich wie FeMn‐ und FeCrNiLegierungen mit einer γ/ε‐Umwandlung.