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Chemie der Wunderkerze — ein Thema nicht nur in der Weihnachtszeit
Author(s) -
Martin Christina,
de Vries Tönjes
Publication year - 2004
Publication title -
chemkon
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1521-3730
pISSN - 0944-5846
DOI - 10.1002/ckon.200410002
Subject(s) - physics , philosophy , humanities , gynecology , chemistry , medicine
DAS VERSTÄNDNIS von Redox‐Reaktionen gehört zu den wesentlichen Inhalten des Chemieunterrichts. Dabei wird in der Regel zunächst die Reaktion von Metallen mit verschiedenen Metalloxiden betrachtet, um daraus als strukturierendes Prinzip die Redox‐Reihe der Metalle zu entwickeln. Im weiteren Verlauf werden dann auch Nichtmetalle bzw. Nichtmetalloxide wie z.B. Wasser oder Kohlenstoffdioxid in diese Reihe integriert. Im folgenden Beitrag möchten wir eine Unterrichtskonzeption vorstellen, in der Wunderkerzen als motivierender Ausgangspunkt für die vertiefende Betrachtung von Redox‐Reaktionen dienen. Es wird gezeigt, dass Wunderkerzen, vielfach entgegen den Erwartungen der Schüler, auch in sauerstofffreier Atmosphäre brennen. Man kann aus ihnen sogar eine „Fackel” bauen, die unter Wasser weiter brennt. Darüber hinaus lassen sich beim herkömmlichen Abbrennen von Wunderkerzen an der Luft im Schülerexperiment zahlreiche Reaktionsprodukte nachweisen, u.a. auch emittierte nitrose Gase. In diesem Zusammenhang wird über potenzielle Gesundheitsgefahren aufgeklärt und auch experimentell gezeigt, dass das Abbrennen von Wunderkerzen auf Kuchen nicht unbedingt ein „Leckerbissen” ist. In einigen Klassen der Oberstufe ist diese Konzeption bereits praktisch erprobt worden, so dass Schüleräußerungen in diesem Beitrag aufgegriffen werden.

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