Premium
Chemie des Graphens
Author(s) -
Balasubramanian Kannan,
Burghard Marko
Publication year - 2011
Publication title -
chemie in unserer zeit
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.217
H-Index - 24
eISSN - 1521-3781
pISSN - 0009-2851
DOI - 10.1002/ciuz.201100550
Subject(s) - physics , gynecology , philosophy , medicine
Es bedarf noch intensiver Forschung, bis elektronische Bauelemente auf Graphenbasis praktische Anwendung finden. Die Haupthürde besteht darin, verlässliche chemische Verfahren zu finden, mit welchen Graphen strukturiert funktionalisiert werden kann, um lokal eine Bandlücke einzuführen, ohne gleichzeitig Defekte in das Kohlenstoffgitter einzubauen. In dieser Hinsicht kann sicher einiges von der weiter entwickelten Chemie der Kohlenstoff‐Nanoröhren als eindimensionale Gegenstücke des Graphens gelernt werden. Deutlich näher steht hingegen der praktische Einsatz von Graphen in flexiblen, transparenten Elektroden, in (bio‐)chemischen Sensoren oder als Verstärkerkomponente von Werkstoffen. Allerdings setzt die hierfür erforderliche Herstellung größerer Graphenmengen noch nennenswerte Fortschritte in der Überführung von Graphenoxid in reines Graphen voraus. Eine große Herausforderung ist dabei nicht nur die quantitative Entfernung der sauerstoffhaltigen funktionellen Gruppen, sondern auch das Ausheilen von ungeordneten, sp2‐gebundenen Regionen.