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Glykoproteine und Pflanzen‐Zellkommunikation
Author(s) -
Waffenschmidt Sabine,
Jaenicke Lothar
Publication year - 1991
Publication title -
chemie in unserer zeit
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.217
H-Index - 24
eISSN - 1521-3781
pISSN - 0009-2851
DOI - 10.1002/ciuz.19910250105
Subject(s) - chemistry
Glykoproteine sind, wie der Name sagt, mit Kohlenhydraten mehr order weniger stark kovalent modifizierte Proteine, wobei der Kohlenhydratanteil zwischen einem und 80 Prozent liegt. Glykoproteine kommen in allen Lebewesen (Pro‐ und Eukaryonten) vor und haben die unterschiedlichsten Funktionen, die vielfach auf spezifische Wechselwirkungen zwischen den zuckerhaltigen Molekülanteilen zurückzuführen sind. Pflanzliche Glykoproteine sind erst in jüngerer Zeit „interessant„ geworden, als man erkannte, daß sie für viele agronomische Vorkommnisse verantwortlich sind, zum Beispiel für die Bindung und Einbindung von Symbionten bei der Knöllchenbildung der Leguminosen, bei der Infektion von Pflanzen mit Viren und Pilzen, bei den Vorgängen der Bestäubung, Befruchtung und Selbststerilität. In der Tat haben Pflanzen eine Art Immunsystem auf diesen Prinzipien entwickelt, das bereit steht, die ökologischen Wechselbeziehungen zu stabilisieren oder zu verteidigen, und damit für die ökonomischen Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Primärnahrung wesentlich ist.

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