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Boride – eine neue Hartstoffgeneration?
Author(s) -
Telle Rainer
Publication year - 1988
Publication title -
chemie in unserer zeit
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.217
H-Index - 24
eISSN - 1521-3781
pISSN - 0009-2851
DOI - 10.1002/ciuz.19880220304
Subject(s) - materials science , physics , art
Werkstoffe mit herausragenden mechanischen, chemischen, elektrischen und thermischen Eigenschaften sind Gegenstand permanenter Nachfrage in Forschung und Industrie. Für eine wirtschaftliche Anwendung sollten solche Materialien unbegrenzt verfügbar und leicht herstellbar sein, ein geringes spezifisches Gewicht, hohe Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer haben und ‐ selbstverständlich ‐ geringe Kosten verursachen. Leider erfüllt kein Werkstoff alle diese Anforderungen gleichzeitig, so daß gewisse Nachteile stets in Kauf genommen werden müssen. Eine neue Werkstoffklasse, die gegenüber den Metallen eine extreme Härte und Korrosionsbeständigkeit aufweist, stellen die Hochleistungskeramiken dar. Sie sind vor allem dort auf dem Markt im Vormarsch, wo es um Hochtemperaturanwendungen oder um extreme Verschleißfestigkeit geht. Es sind dies vorwiegend Oxide (Aluminiumoxid, Mullit, Zirkonoxid, Cordierit) aber auch Nitride (Si 3 N 4 , AlN, Sialon) und Carbide (SiC, TiC). Diese Werkstoffe sind bereits so weit entwickelt, daß sie im Motoren‐ und Anlagenbau, aber auch in der Zerspanung von Metallen oder als Trägermaterialien für elektronische Bausteine erfolgreich eingesetzt werden. Um diese von Grund auf spröden Materialien anwendungsreif zu machen, wurden zahlreiche Konzepte zur Überwindung dieses wichtigsten Nachteiles gegenüber Metallen entwickelt.

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