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Vergasung von Kohle mit Kernreaktorwärme
Author(s) -
Jüntgen Harald,
van Heek KarlHeinrich,
Klein Jürgen
Publication year - 1974
Publication title -
chemie ingenieur technik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.365
H-Index - 36
eISSN - 1522-2640
pISSN - 0009-286X
DOI - 10.1002/cite.330462203
Subject(s) - physics
Bei den konventionellen Verfahren zur Kohlevergasung wird die Kohle sowohl als Rohstoff für das Gas als auch zur Erzeugung der nötigen Prozeßwärme eingesetzt. Neue Verfahrensvorschläge zielen darauf ab, für den letztgenannten Zweek Hoch‐temperatur‐Kernreaktoren einzusetzen. Dadurch spart man einen erheblichen Teil der Kohle ein und bewirkt so eine Schonung der Kohlenvorräte sowie eine verminderte CO 2 ‐Emission. Für die technische Durchführung wurde aufgrund von Untersuchungen zur Vergasungskinetik und Wärmeübertragung das Konzept eines allothermen Gasgenerators entworfen, in dem die Helium‐Wärme über einen Zwischenkreislauf aus dem Kernreaktor auf ein Kohle/Wasserdampf‐Wirbelbett durch einen Wärmetauscher übertragen wird, der in das Wirbelbett eintaucht. Bei einer Helium‐Temperatur von 950°C können in einem Gasgenerator mit einem Wirbelbettvolumen von 318 m 3 und einer Wärmetauschfläche von 4000 m 2 ca. 50 t Steinkohle/h vergast werden. Das laufende Forschungs‐ und Entwicklungsvorhaben hat zum Ziel, im Jahre 1983/84 eine Demonstrationsanlage zu betreiben.