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Recycling von Nichteisenmetallen aus Elektronikschrott – Chance und Risiken
Author(s) -
Stelter M.,
Raabe L.
Publication year - 2009
Publication title -
chemie ingenieur technik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.365
H-Index - 36
eISSN - 1522-2640
pISSN - 0009-286X
DOI - 10.1002/cite.200900036
Subject(s) - gynecology , political science , physics , medicine
Mit der geltenden Elektronikschrott‐Verordnung wurden in Deutschland die Voraussetzungen geschaffen, Elektronikschrott mittels eines logistischen Systems zu sammeln und somit einer Verwertung im Sinne des Kreislaufwirtschafts‐ und Abfallgesetzes zuzuführen. Die Vielfalt der Geräte, Aggregate und Bauteile, die unter dem Begriff Elektronikschrott zusammengefasst werden, bedingt allerdings auch eine große Vielfalt von Materialien, die hierbei erfasst werden. Dazu zählen im Besonderen elektrische Haushaltsgeräte, Kommunikations‐ und Informationsgeräte, Unterhaltungselektronik sowie industrielle elektrische und elektronische Geräte, soweit sie nicht fest montiert sind. Speziell an den Beispielen Computerschrott sowie Handyschrott werden die Möglichkeiten zur Rückgewinnung der Nichteisenmetalle erkennbar, aber auch die Risiken, die mit diesen Prozessen verbunden sind. Grundsätzlich kann man feststellen, dass aufgrund des wirtschaftlichen Druckes, z. B. im Handymarkt, teilweise gegen grundsätzliche gesetzliche Regelungen des Kreislaufwirtschafts‐ und Abfallgesetz verstoßen wird. Dies hat zur Folge, dass Entsorgungswege nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen und teilweise zusätzlich durch Vorgaben behördlicherseits noch beschränkt werden. Die Möglichkeiten, Elektronikschrott umweltverträglich zu entsorgen und dabei die wichtigen Rohstoffe wie NE‐Metalle und besonders die Edelmetalle und Platingruppenmetalle mit hoher Effizienz zurück zu gewinnen, werden zusammengefasst, die Verfahrenswege dargestellt und auch die Risiken, die im Elektronikschrott vorhanden sind beleuchtet. Es wird klar, dass diverse Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um dieses ausgesprochen komplexe, aber auch hochwertige, Material umweltgerecht als Sekundärrohstoff einzusetzen.