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Synthesen von DL ‐Cysteinen ausgehend von Acrylsäure‐Derivaten
Author(s) -
Effenberger Franz,
Beisswenger Thomas,
Dannenhauer Fritz
Publication year - 1988
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19881211221
Subject(s) - chemistry , isomerization , medicinal chemistry , hydrolysis , polymer chemistry , catalysis , organic chemistry
Die Addition von Sulfenylchloriden 1 an 2‐Alkensäureester 2 führt zu Isomerengemischen aus 2(3)‐Chlor‐3(2)‐thioalkansäureestern 3/4 , dagegen ergibt die Addition von Thiolen 7 and 2‐Chlorpropensäure‐methylester ( 6 ) isomerenreine 2‐Chlor‐3‐thiopropansäure‐methylester 3 . Die Isomerisierung von 3 zu 4 in Abhängigkeit von den Reaktionsbedingungen wird untersucht; sie erfolgt besonders leicht bei höheren Temperaturen. Aus 3 werden mit Natriumazid in Gegenwart von PT‐Katalysatoren und Temperaturen unterhalb 55°C die isomerenreinen 2‐Azido‐Verbindungen 8 erhalten, die mit H 2 S/Pyridin/Wasser oder durch Hydrierung mit Re 2 S 7 als Katalysator die entsprechenden S ‐substituierten Cystein‐Derivate 9 bzw. 10 mit Ausbeuten bis zu 70% über alle Reaktionsstufen ergeben. DL ‐Cystein ist als Hydrochlorid‐Hydrat 16 durch säurekatalysierte Hydrolyse der 2‐Thiazoline 15a · HCl und 15e , die durch HCl‐katalysierte Addition von Thioacetamid ( 11b ) an α‐Chloracrylsäure ( 12 ) bzw. deren Amid 13 und anschließende basische Cyclisierung erhalten werden, auf einfache Weise mit guten Gesamtausbeuten zugänglich.