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Zum Mechanismus der Ozonolyse von CH‐Bindungen: SiO 2 ‐Lösungsmitteleinfluß, H/D‐Isotopieeffekt, Zwischenstufen
Author(s) -
Zarth Martin,
De Meijere Armin
Publication year - 1985
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19851180622
Subject(s) - chemistry
Die Ozonisierung von trans ‐1,2‐Dimethylcyclohexan ( 1 ) in CFCl 3 ‐Lösung, auf trockenem Kieselgel und in CFCl 3 /SiO 2 ‐Suspension unter sonst gleichen Bedingungen verläuft mit sehr ähnlichen Geschwindigkeiten zu vergleichbaren Produktspektren. In Gegenwart von SiO 2 ist lediglich der Anteil des Retentionsprodukts deutlich höher. Eine Aktivierung von Substrat oder Ozon durch SiO 2 ist damit höchst unwahrscheinlich. Dies wird belegt durch die kinetischen H/D‐Isotopieeffekte an [1‐D 1 ] Trishomobarrelen ( 10b ) und [4,4,8,8‐D 4 ]Spiro[2.5]octan ( 12b ), die in Lösung und auf SiO 2 innerhalb der Fehlergrenzen jeweils gleich groß gefunden wurden. Bei der Ozonisierung von Trishomobarrelen ( 10 ), Trishomobullvalen ( 15 ), Hexahydrobullvalen ( 7 ) und Norcaran ( 20 ) treten Hydrotrioxide als nachweisbare Zwischenstufen auf, die oberhalb −40°C zu Alkoholen und Singulettsauerstoff zerfallen. Insbesondere die sekundären Vertreter aus 7 und 20 sind die ersten ihrer Art, die 1 H‐NMR‐spektroskopisch eindeutig charakterisiert werden konnten.