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Das Reaktivitäts‐Selektivitätsprinzip, 2: Die Anwendung des Reaktivitäts‐Selektivitätsprinzips auf die Sulfonsäureamidbildung
Author(s) -
Giese Bernd,
Heuck Klaus
Publication year - 1978
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19781110415
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Lösungsmittelvariation übt auf kleine Bildungsgeschwindigkeiten der Sulfonsäureamide 3 aus Sulfonsäurechloriden 1 und Anilinen 2 einen größeren Einfluß aus als auf die rascheren Umsetzungen reaktiverer Ausgangssubstanzen (s. Tab. 1 und 2). Im Gegensatz dazu steht der Anstieg der Selektivität mit zunehmender Reaktivität, wenn in einem Solvens die Substituenten X und Y der Sulfonsäurechloride 1 und Aniline 2 variiert werden (5) . Dieser Widerspruch zwischen Gültigkeit des Reaktivitäts‐Selektivitätsprinzips (RSP) (1) bei Lösungsmittelwechsel und seiner Ungültigkeit bei Substituentenvariation läßt sich mit dem gegenläufigen Einfluß der Substituenten X und Y auf die Bindungsbildung und den Bindungsbruch deuten (s. Übergangszustände 4 und 5 im Reaktionsschema 1). Es wird geschlossen, daß das Versagen des RSP nicht mit einem Versagen des Hammond ‐Postulats einhergeht. Selektivitätsmessungen bei unterschiedlichen Temperaturen zeigen, daß die isoselektiven Temperaturen ( T is ) dieser Reaktionsserien bei ca. 190°C liegen (s. Tab. 3 und 5. Abb. 2).
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