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Asymmetrische Synthesen, IV. Über die asymmetrische Strecker‐Synthese mit ( S )‐(−)‐1‐Phenylethylamin als chiralem Hilfsreagens
Author(s) -
Weinges Klaus,
Gries Kurt,
Stemmle Berthold,
Schrank Willi
Publication year - 1977
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19771100607
Subject(s) - chemistry , strecker amino acid synthesis , stereochemistry , chirality (physics) , enantioselective synthesis , chiral symmetry , organic chemistry , catalysis , physics , quantum mechanics , quark , nambu–jona lasinio model
Bei der asymmetrischen Strecker‐Synthese mit ( S )‐(−)‐1‐Phenylethylamin als chiralem Hilfsreagens können die α‐Methyl‐α‐aminonitrile 1–6 stereochemisch einheitlich in hoher Ausbeute (70–90%) isoliert werden. Der stereochemische Verlauf dieser Reaktionen zeigt eine Abhängigkeit von der Substitution der eingesetzten Arylalkyl‐methyl‐ketone, die dem bei Verwendung von (4 S ,5 S )‐(+)‐5‐Amino‐2,2‐dimethyl‐4‐phenyl‐1,3‐dioxan als chiralem Hilfsreagens vollkommen gegensätzlich ist 2) . Die Konfiguration am neugebildeten Chiralitätszentrum in 1–6 wird nicht durch die Länge der C ‐Kette beeinflußt; dagegen tritt Konfigurationswechsel ein, wenn der Phenylrest der Ausgangsketone durch Methoxygruppen substituiert ist. Die optisch reinen α‐Methyl‐α‐aminonitrile äquilibrieren in Lösung. 1 –6 lassen sich nicht mit Salzsäure, sondern nur mit konz. Schwefelsäure verseifen. Aus 1, 3 und 4 entstehen die entsprechenden α‐Methyl‐α‐aminosäuren 14 – 16 , während die Verseifung von 2 und 5 zu uneinheitlichen Produkten führt. 6 ergibt das Cyclisierungsprodukt 17 .