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Synthese und Zerfall eines Thiadiaziridin‐1,1‐dioxids
Author(s) -
Quast Helmut,
Kees Frieder
Publication year - 1977
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19771100524
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Aus einem Überblick über Schwefel enthaltende Systeme, die prinzipiell in einer Dreiringstruktur vorliegen können, geht hervor, daß neben den Thiiran‐Derivaten nur die 1,1‐Dioxide von Thiaziridinen und Thiadiaziridinen stabiler sein sollten als ihre ringoffenen Isomeren. Das Thiadiaziridin‐1,1‐dioxid 6d entsteht aus dem Kaliumsalz des N,N ′‐Diadamantylsulfamids 5d mit tert ‐Butylhypochlorit in hoher Ausbeute. In trockenen, aprotischen Lösungsmitteln ist 6d bei 80°C längere Zeit beständig. Feuchtigkeit löst den Zerfall in SO 2 und Diazen 7d aus. In Kohlenwasserstoffen bei 170°C wird hauptsächlich die NN‐Bindung zu einem Diradikal gespalten, das vom Solvens Wasserstoff abstrahiert und in das Sulfamid 5d übergeht. In Mesitylen und p ‐Diisopropylbenzol wurden Dimere der aus dem Solvens entstehenden Radikale isoliert. Der elektronenstoßinduzierte Zerfall zeigt gewisse Parallelen zum Thermolyseverlauf; dabei tritt jedoch vorwiegend die charakteristische Spaltung der Adamantylgruppen ein.

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