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Über 5‐ und 4‐Hydroxythiazolidin‐2‐thione
Author(s) -
Jochimsk Johannes C.,
AbuTaha Ahmed
Publication year - 1976
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19761090113
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , tautomer , stereochemistry
Die Reaktion der 2‐Aminoketone 4a–f mit CS 2 führt unter milden Bedingungen zu den 5‐Hydroxythiazolidin‐2‐thionen 6a–f . Diese Verbindungen stehen in Lösungen im Gleichgewicht mit den tautomeren 2‐Oxoalkyldithiocarbaminsäuren 5 , wobei das Gleichgewicht ganz auf der Seite der Ringform liegt. Die Verbindungen 6 lassen sich wie starke einbasige Säuren titrieren, geben mit Schwermetall‐Ionen ringoffene Komplexsalze, z. B. 16 und mit CH 3 J/Pyridin die offenkettigen 2‐Oxoalkyldithiocarbaminsäure‐methylester 17 . In Trifluoressigsäure wird Wasser zu den 4‐Thiazolin‐2‐thionen 20 abgespalten, wenn C‐4 ein H‐Atom trägt. Die Trimethylverbindung 6d spaltet Wasser exocyclisch zu 22 ab. Aus dem zu 6d isomeren 4‐Hydroxy‐trimethylthiazolidin‐2‐thion 23 bildet sich in Trifluoressigsäure das in Lösung stabile Carbenium‐Ion 24 , welches beim Abdampfen des Lösungsmittels zu dem Dimeren 26 weiterreagiert. Zwei Vertreter (30 und 34) der bisher unbekannten, sehr reaktiven und lichtempfindlichen 3‐Thiazolin‐2‐thione entstehen in Trifluoressigsäure aus 5‐Hydroxy‐4,4,5‐triphenylthiazolidin‐2‐thion (6f) nach Umlagerung einer Phenylgruppe und aus 4‐Hydroxy‐5,5‐dimethyl‐4‐phenylthiazolidin‐2‐thione (33).