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Synthese der 5′‐ O ‐Acetyl‐ und 5′‐ O ‐Halogenacetylderivate von Puromycin
Author(s) -
von Döhren Hans Hagen,
Eckstein Fritz
Publication year - 1975
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19751080917
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die synthese von 5′‐ O ‐Bromacetyl‐ ( 10 ) und 5′‐ O ‐Chloracetylpuromycin ( 5b ) als potentielle Reagentien für die Affinitätsmarkierung ribosomaler Proteine wird beschrieben. – Zur Darstellung von 5′‐ O ‐Acetyl‐ ( 5a ) und 5′‐ O ‐Chloracetylpuromycin ( 5b ) wird die freie Aminogruppe des Puromycins mit der Benzyloxycarbonyl‐Gruppe blockiert. Die Einführung der Acetyl‐ bzw. Chloracetylgruppe durch die Anhydride erfolgt gleichzeitig and der 5′‐ und 2′‐Hydroxygruppe. Die 2′‐ O ‐Acylgruppen können jedoch durch Behandlung mit methanolischer Ammoniaklösung selektiv entfernt werden, so daß nach Abtrennung der N ‐Benzyloxycarbonyl‐Gruppe durch katalytische Hydrierung 5′‐ O ‐Acetyl‐ und 5′‐ O ‐Chloracetylpuromycin in Ausbeuten von 36 bzw. 28% erhalten werden. Der Syntheseweg zum 5′‐ O ‐Bromacetylpuromycin ( 10 ) muß modifiziert werden, da die Bromacetylgruppe bei der Hydrierung reduziert wird. Die aminogruppe des Puromycins wird mit der tert ‐Butyloxycarbonyl‐Gruppe blockiert, die mit Trifluoressigsäure leicht abzuspalten ist. Eine selektive Bromacetylierung der 5′‐Hydroxygruppe mit Bromessigsäurenhydrid ist möglich. Die Gesamtausbeute beträgt ca. 20%.