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N ‐(2‐Nitrophenylsulfenyl)‐α‐aminosäure‐ N ‐carbonsäure‐anhydride
Author(s) -
Kricheldorf Hans R.,
Fehrle Martin
Publication year - 1974
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19741071108
Subject(s) - chemistry , stereochemistry
Aminosäure‐ N ‐carbonsäure‐anhydride (NCAs) (2,5‐Oxazolidindione) 1 lassen sich mittels 2‐Nitrobenzolsulfenylchlorid und Triäthylamin unterhalb 0°C schnell, quantitativ und racemisierungsfrei am Stickstoff sulfenylieren. Vierzehn neue NPS‐NCAs ( 3a – c , e – h , k – q ), zum Teil von trifunktionellen Aminosäuren, wurden synthetisiert. Die NPS‐NCAs 3a – q , 6 – 8 sind lagerbeständig und polymerisieren nicht. Sie werden schon durch geringe Mengen an Trialkylaminen, aber auch durch reines Pyridin im Lauf von Stunden racemisiert. Die Racemisierung wurde kinetisch untersucht, und ihr Verlauf wird diskutiert. Die NPS‐α‐NCAs 3a – q eignen sich nicht zur Peptidsynthese in wäßriger Phase ( Schotten‐Baumann ‐Methode) und geben auch bei der Umsetzung mit Aminosäurealkylestern keine guten Resultate. Durch Umsetzung mit N ‐(Trimethylsily)aminosäureestern ( 22 ) lassen sich jedoch NPS‐Dipeptide ( 24 ) in guten Ausbeuten gewinnen.