Premium
Nachweis innermolekularer Beweglichkeit durch NMR‐Spektroskopie, XXIII. Mechanismus der syn ‐ anti ‐Isomerisierung in Iminen. Diastereotopie und Enantiotopie
Author(s) -
Kessler Horst,
Leibfritz Dieter
Publication year - 1971
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19711040715
Subject(s) - chemistry , stereochemistry , medicinal chemistry
In o.o ′‐diisopropyl‐substituierten Anilen des Typs X 2 C N‐Aryl ( 1 – 4 ) wird temperaturabhängige magnetische Nichtäquivalenz der geminalen Methylgruppen im Isopropylrest gefunden. Die Energiebarriere des Verschwindens der magnetischen Nichtäquivalenz (Enantiotopomerisierung) ist derjenigen der syn ‐ anti ‐Topomerisierung vergleichbar. In unsymmetrischen Anilen (XX′CN‐Aryl; X ≠ X′) ist die Barriere größer als diejenige der syn ‐ anti ‐Isomerisierung. Daraus läßt sich abschätzen, daß auf 10 8 Inversionsvorgänge am doppelt gebundenen Stickstoff in 8 weniger als eine Rotation um die CN‐Doppelbindung kommt. Der Mechanismus der planaren Inversion wird ausführlich diskutiert. Eine Nomenklatur zur Unterscheidung von Molekülen, die durch Austausch chemisch gleicher Molekülgruppen entstehen (manchmal „entartete Isomere” genannt), wird vorgeschlagen und kurz erläutert.