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Warum reagieren Alkylphenylhydrazine, jedoch nicht Phenylhydrazine mit Kohlenhydraten zu Polyhydrazonen (Alkazonen)?
Author(s) -
Simon Helmut,
Moldenhauer Wolfgang,
Kraus Adolf
Publication year - 1969
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19691020837
Subject(s) - chemistry , phenylhydrazine , medicinal chemistry
Die von Fieser und Fieser angegebene H‐Chelat‐Stabilisierung von Phenylosazonen ist nicht dafür ausschlaggebend, daß Methylphenylhydrazin, jedoch nicht Phenylhydrazin mit Zuckern in Methanol/Essigsäure Polyhydrazone (Alkazone) bildet. Aufgrund der bei den Phenylosazonen möglichen Hydrazon‐Azo‐Tautomerie ( 1→11 ) und einer zu α.β‐ungesättigten Benzolazo‐phenylhydrazonen ( 1→2 ) führenden 1.4‐Eliminierung von Wasser können Folgereaktionen ablaufen, die eine Polyphenylhydrazonbildung nicht zum Zuge kommen lassen. Das System 2 addiert Methanol ( 3b und 4b ), im Falle der Hexosen erfolgt bevorzugt eine intramolekulare Addition zu Anhydro‐phenylosazonen ( 5 und 6 ). Triose‐1.2‐bis‐phenylhydrazon ( 1a ) und andere Osazone reagieren in Gegenwart von Phenylhydrazin u. a. zu 4‐Benzolazo‐1‐phenyl‐Δ 2 ‐pyrazolon‐(5) ( 10 ). Das bei der Weiterreaktion von Triose‐1.2‐bisphenylhydrazon zum Tris‐phenylhydrazon als Zwischenprodukt zu erwartende Mesoxal aldehyd‐1.2‐bis‐phenylhydrazon ( 17a ) reagiert als solches, schneller jedoch in Gegenwart von Phenylhydrazin, zu 4‐Benzolazo‐1‐phenyl‐pyrazol ( 19 ). Die Ringschlußreaktionen zu 10 und 19 sind bei Methylphenylosazonen nicht möglich.