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Über kationische Kohlenoxidkomplexe, VII. Reaktionsweisen von Rhenium (I)‐Kohlenoxidkomplexen und neue Anschauungen über den Mechanismus der Basenreaktion von Metallcarbonylen
Author(s) -
Kruck Thomas,
Höfler Mathias,
Noack Manfred
Publication year - 1966
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19660990411
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , rhenium , inorganic chemistry
Bei den Umsetzungen von Rhenium(I)‐Kohlenoxidkomplexen mit verschiedensten Carbonylmetallaten konnten im wesentlichen 2 Reaktionstypen festgestellt werden. Einerseits ließen sich in geeigneten Lösungsmittelsystemen weitere Carbonylsalze [Re(CO) 4 L 2 ][Me(CO) n L′] (L 2 = 2 CO, 2 P(C 6 H 5 ) 3 , o ‐Phenanthrolin; Me V, Mn, Fe, Co; L′ CO, NO) fassen, andererseits wurden infolge einer Redoxreaktion zwischen Carbonyl‐Kation und Carbonylmetallat gemäß\documentclass{article}\pagestyle{empty}\begin{document}$$ [{\mathop{\rm Re}\nolimits}{\rm (CO)}_{\rm 4}{\rm L}_2]^ \oplus \; + \;[{\rm Me(CO)}_{\rm n}]^\Theta \; \to \;{\rm L}_{\rm 2}{\rm (CO)}_{\rm 3}{\mathop{\rm Re}\nolimits} - {\rm Me(CO)}_{\rm n} \; + \;{\rm CO} $$\end{document} gemischte Metallcarbonyle mit einer einfachen Metall‐Metall‐Bindung erhalten. Dieses sehr allgemein anwendbare Reaktionsprinzip lieferte hier die Metallcarbonyle (CO) 5 ReMn(CO) 5 , (CO) 5 ReCo(CO) 4 und deren o ‐Phenanthrolinderivate. IR‐Spektren und Struktur der Verbindungen werden diskutiert. – Natrium‐pentacarbonylrhenat(–I) bildet mit Chlorameisensäure‐äthylester das flüchtige Carboäthoxopentacarbonylrhenium, das von Chlorwasserstoff in Carbonyl‐Kation und Äthanol gespalten wird:Anhand der Reaktionsweise kationischer Kohlenoxidkomplexe von Mangan(I) und Rhenium(I) mit Alkoholaten und Hydroxyl‐Ionen wird eine neue Anschauung über die Basen‐reaktion neutraler Metallcarbonyle mit Alkalilaugen entwickelt. Als einleitender Schritt wird der nuceophile Angriff eines Hydroxyl‐Ions am C‐Atom eines CO‐Liganden postuliert.