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Zur Existenz niedergliedriger Cycloalkine, VI. Über das intermediäre Auftreten von Cyclopentin
Author(s) -
Wittig Georg,
Weinlich Jürgen,
Wilson Eugene R.
Publication year - 1965
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19650980218
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Bei Abwesenheit von Magnesium bildete 1.2‐Dibrom‐cyclopenten‐(1) (I) mit Diphenylisobenzofuran (II) das Diels‐Alder‐Addukt III, das sich mit Magnesium zum Endoxyd IV enthalogenieren ließ. IV erwies sich als nicht identisch mit der aus I und II in Gegenwart von Magnesium entstandenen, jetzt als Bis‐Addukt VI erkannten Verbindung. Wie Kontrollversuche mit Sicherheit ergaben, ist bei der Adduktbildung Cyclopentin als reales Intermediärprodukt im Spiel. — Das aus 1.2‐Dibrom‐cyclopenten‐(1) (I) mit Butyllithium primär sich bildende 1‐Brom‐2‐lithium‐cyclopenten‐(1) (VIII) eliminiert als verhältnismäßig stabile Verbindung Lithiumbromid in einer Reaktion erster Ordnung zum Cyclopentin, das sich in Anwesenheit von II unter bestimmten Bedingungen bis zu 12% d. Th. zum Bis‐Addukt VI abfangen ließ. — Pyrolyse des aus VIII mit Quecksilber(II)‐bromid gewonnenen Präparates IX in Mischung mit Tetracyclon lieferte als Addukt kurzlebigen Cyclopentins Tetraphenylindan (X) in 25 proz. Ausbeute.