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N‐Substitution von Indolen mit Hydroxymethylen‐ketonen
Author(s) -
Teuber HansJoachim,
Cornelius Dieter,
Pfaff Herbert
Publication year - 1963
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19630961014
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Indole sowohl mit blockierter β‐ als auch blockierter α‐und β‐Stellung reagieren mit Hydroxymethylen‐carbonyl‐Verbindungen wie Acetessigaldehyd oder Malondialdehyd (in Form von IV bzw. V) in Gegenwart von konz. Salzsäure unter Substitution am Stickstoff und Bildung von N‐Oxobutenyl‐bzw. N‐Oxopropenyl‐indolen. Durch Reduktion mit Natriumborhydrid gehen diese in säureempfindliche Dihydro‐Derivate mit einer Allylalkohol‐Funktion sowie durch Reduktion an Raney‐Nickel in Tetrahydro‐Derivate mit einer gesättigten Seitenkette über. Die Kondensation und Reduktion zusammengenommen stellen ein einfaches Verfahren zur N‐ Alkylierung von Indolen dar. – Skatol reagiert über die Stufe des Substitutionsprodukts hinaus weiter, so daß dieses in geringerer Ausbeute als z. B. beim Tryptamin anfällt. Dihydroindole, wie Indolin, 5‐Acetyl‐indolin und Hexahydrocarbazol, reagieren den Indolen analog, jedoch weichen die Kondensationsprodukte infolge der größeren Basizität des Stickstoffs von den entsprechenden Verbindungen der Indol‐Reihe im reaktiven und spektroskopischen Verhalten ab. Der Verlauf der Kondensationsreaktion sowie Beziehungen zur Alkaloid‐Chemie werden erörtert.