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Über Pentacarbonylmangan(—I)‐Verbindungen
Author(s) -
Hieber Walter,
Schropp Wilhelm
Publication year - 1960
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19600930227
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , alkali metal , organic chemistry
Salze des Mangancarbonylwasserstoffs mit komplexen Kationen können im Gegensatz zu denen des Kobaltcarbonylwasserstoffs und der Eisencarbonylwasserstoffe wegen der sehr schwachen Säurenatur des Carbonylhydrids nur in stark alkalischen Lösungen dargestellt werden. So führen Umsetzungen in wäßrigalkalischen Lösungen von Alkali‐pentacarbonylmanganaten mit Tri‐ o ‐phenanthrolin‐nickel(II)‐, ‐eisen(II)‐, wie auch mit Dibenzolchrom(I)‐ und Dicyclopentadienylkobalt(III)‐Salzen zu den entsprechenden unlöslichen Verbindungen [Ni(C 12 H 8 N 2 ) 3 ][Mn(CO) 5 ] 2 , [Fe(C 12 H 8 N 2 ) 3 ][Mn(CO) 5 ] 2 , [Cr(C 6 H 6 ) 2 ][Mn(CO) 5 ] und [Co(C 5 H 5 ) 2 ][Mn(CO) 5 ]. Bemerkenswert erscheint u. a. der leichte Redox‐Zerfall des [Cr(C 6 H 6 ) 2 ][Mn(CO) 5 ] in Mangancarbonyl und Dibenzolchrom(0), während [Co(C 5 H 5 ) 2 ][Mn(CO) 5 ] bei höherer Temperatur unzersetzt sublimiert werden kann. — Umsetzungen von Alkali‐pentacarbonylmanganaten mit Quecksilber(II)‐cyanid, Quecksilbersulfat oder Organoquecksilberbasen führen zur Bildung von Mangancarbonylquecksilber, [Mn(CO) 5 ] 2 Hg. Die sehr stabile, unlösliche Verbindung, die in ihrem chemischen Verhalten dem Eisencarbonyl‐quecksilber sehr ähnlich ist, bildet mit Quecksilber(II)‐halogeniden praktisch undissoziierte Additionsverbindungen [Mn(CO) 5 ] 2 Hg·HgX 2 bzw. Mn(CO) 5 HgX (X = Cl, Br, J). — Die Infrarot‐Spektren der Verbindungen werden verglichen und diskutiert.