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Die Frage nach der physiologischen Funktion der Katalase im menschlichen Organismus; Notiz über die Entdeckung einer Konstitutionsanomalie „Anenzymia catalasea”︁
Author(s) -
Kaziro Koozoo,
Kikuchi Goroo,
Nakamura Heizoo,
Yoshiya Masaru
Publication year - 1952
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19520850909
Subject(s) - chemistry , philosophy , gynecology , medicine
Ein neuer, durch das Fehlen des Ferments Katalase im Blut gekennzeichneter Typus einer Konstitutionsanomalie des Menschen wurde zuerst von Takahara und alsdann von Yoshiya aufgefunden. Unsere Untersuchungen ergaben, Daß bei dieser Anomalie, für die wir die Bezeichnung „Anenzymia catalasea” vorschlagen, die Katalase nicht nur im Blut, sondern auch in den Geweben fehlt. Die Anomalie steht in engem Zusammenhang mit einer Erkrankung des Stützgewebes der Zähne, die vorläufig als „Takaharasche Krankheit” bezeichnet werden soll. Die mit der Anomalie behafteten Personen sind aber im übrigen gesund und leiden an keiner Stoffwechselstörung, was physiologisch und fermentchemisch von großem Interesse ist. Angesichts der Tatsache, daß die Katalase im normalen Stoffwechsel des menschlichen Organismus offenbar entbehrlich ist, wird das. alte Problem der physiologischen Funktion der Katalase erneut diskutiert. Es wird ferner versucht, eine Erklärung für die Pathogenese der Takaharaschen Krankheit zu finden.