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Enzymatische Mikroanalyse des Fluor‐Ions
Author(s) -
Stetter Hermann
Publication year - 1948
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19480810613
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry , medicinal chemistry
Die starke Schädigung der Kartoffelphosphatase durch das Fluor‐Ion wurde in ihrer Abhängigkeit vom pH, der Temperatur, der Fermentkonzentration und der Substratkonzentration untersucht. Durch Variation dieser Faktoren gelang es, die Fluor‐Empfindlichkeit des Ferments erheblich zu steigern und den Einfluß des größten Teils der anderen Ionen weitgehend auszuschalten. Es wurde so ein Mikronachweis des F − gefunden, der darauf beruht, daß die F − Schädigung bei pH 3.8 ein Maximum zeigt; die Empfindlichkeit beträgt 0.02 γ/ccm. Ferner wurde eine Mikrobestimmung für F − ausgearbeitet, die es gestattet, F − ‐Mengen von 0.05–1 γ mit einer Genauigkeit von ±0.001–0.01γ je nach dem Bereich der Eichkurve zu bestimmen. Die Genauigkeit auf eingewogenes F − bezogen beträgt ±1%. Störend wirken vor allem die Ionen TiO ++ , Al +++ , Be ++ und MoO 4 −− . Die Störung durch Al +++ und TiO ++ wurde dadurch ausgeschaltet, daß dem Ferment von vornherein eine größere Menge Al +++ und TiO ++ zugesetzt wurde. Die Anwendung dieser Mikrobestimmungsmethode für F − auf die Bestimmung des F − im Trinkwasser und im pflanzlichen und tierischen Material wird beschrieben.