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Tetrakohlenstoffmonofluorid, eine neue Graphit‐Fluor‐Verbindung
Author(s) -
Rüdorff Walter,
Rüdorff Gerda
Publication year - 1947
Publication title -
chemische berichte
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0009-2940
DOI - 10.1002/cber.19470800509
Subject(s) - chemistry
Graphit reagiert in einem mit Flußsäure beladenen Fluorstrom bei Zimmertemperatur unter Bildung einer bisher unbekannten Graphit‐Fluor‐Verbindung, deren Zusammensetzung bei unseren Präparaten innerhalb der Grenzen C 3.6 FC 4.0 F lag. Bei 100° und höheren Temperaturen unterbleibt diese Reaktion. Das Tetrakohlenstoffmonofluorid zeigt ein ähnlich indifferentes Verhalten wie das Kohlenstoffmonofluorid. Es unterscheidet sich von diesem durch geringere thermische Beständigkeit, geringere Dichte, beträchtliches Leitvermögen und eine andere Struktur. Eine Umwandlung in Kohlenstoffmonofluorid durch weitere Fluorierung gelingt auch bei erhöhter Temperatur nicht. Vielmehr zerfällt dann das Tetrakohlenstoffmonofluorid. Durch die Einlagerung von Fluor wird der Schicht‐abstand der Kohlenstoffschichten auf ∼5.4 Å vergrößert. Das Sechsecknetz der C‐Atome des Graphits bleibt unverändert erhalten. Wahrscheinlich bilden die F‐Atome Schichten oberhalb und unterhalb der nicht gewellten C‐Ebenen. Die Entstehungsbedingungen des Tetrakohlenstoffmonofluorids sprechen dafür, daß die Bildung über das Graphitbifluorid verläuft.

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