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Zur Kenntniss der gemischten Azoverbindungen
Author(s) -
Barbieri J.
Publication year - 1876
Publication title -
berichte der deutschen chemischen gesellschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.667
H-Index - 136
eISSN - 1099-0682
pISSN - 0365-9496
DOI - 10.1002/cber.187600901121
Subject(s) - citation , chemistry , library science , computer science
Der Versuch bestHtigte dies; es zeigte sich, dass das (primare) Xitropropylazobenzol, wie die Aethanverbindung, der es Husserst Ihnlich ist. eine orangefarbene, krystallisirte S a u r e ist. Die Darstellung aus salpetersaurem Diazobenzol und in 1 Aeq. Iiali geliisten primaren Nitropropan geschah ganz in der oben angegebenen Weise. Aus seiner IZalilosung fiillt verdiinnte Schwefelsaure die Substanz als copiiisen, Rockigen, orangegelben Niederschlag. Die Substanz liist sich leicht in sicdendem Alkohol, die Losung erstarrt heim Erkalten fast d l i g zu einem Magma dunkelorangefarbener, lrreiter Nadeln, die einen lebhaftcn Qlanz zeigen. Die Krystalle schmelzen bei 98-99" C. zur orangerothen Pliissigkeit , die sich erst ill hiiherer Temperatur unter Gasentwickelung aersetzt, in Alkalien 16sen sie sich rnit intensiv rother Farbe. In1 gesarnmten chcmischen Verhalten gleicht die Substanz den schon beschriebenen ReprBsentan ten dieser KBrperklasse. I n concentrirte Schwefelsaure gestreut , liist sich die Verbindung mit priichtig violett rother Farbe, die noch schneller 81s bei der Nitroathanverbindung schmutzig wird. Wie man sieht, zeigt die Propylverbindung mit dem Aethanderivate in allen Stiicken die griisste Aehnlichkeil , vie1 geringere mit den kirscbrothen Krystallen der Methanverbindungen ; ist aber von der Isopropylverbindung , welche ein goldgelbes, in Alkalien unliisliches Oel bildct, in jeder Hinsicht verschieden.