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Nuclear Physicists in a New World. The Émigrés of the 1930s in America
Author(s) -
Stuewer Roger H.
Publication year - 1984
Publication title -
berichte zur wissenschaftsgeschichte
Language(s) - English
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.109
H-Index - 8
eISSN - 1522-2365
pISSN - 0170-6233
DOI - 10.1002/bewi.19840070104
Subject(s) - humanities , nazism , art , philosophy , art history , political science , politics , law
Kernphysiker in einer neuen Welt: Die Emigranten der dreißiger Jahre in Amerika. ‐ Unter der großen Anzahl derjenigen, die durch Nationalsozialismus zur Emigration gezwungen wurden und zwischen 1933 und 1941 in die Vereinigten Staaten von Amerika einwanderten, befanden sich auch mehr als hundert Physiker, und unter ihnen einige der genialsten Kernphysiker der Welt. Die Physik in Amerika hatte damals den Status einer voll ausgereiften Wissenschaft erreicht, und so kam es zu einem bedeutsamen und facettenreichen Zusammenwirken zwischen den emigrierten und den einheimischen Kernphysikern, zumal sie die verschiedenen Forschungsgebiete vertraten, die sich durch die Entdeckungen und Erfindungen des Jahres 1932 (Neutron, Deuterium, Positron, Cockcroft‐Walton‐Beschleuniger, Zyklotron) aufgetan hatten. Von besonderer Bedeutung Für die Konsolidierung und Entwicklung der gesamten Kernphysik war dabei die Veröffentlichung von drei Artikeln in den Reviews of Modern Physics von 1936 und 1937, bekannt als die „Bethe‐Bibel”. Nach der Entdeckung der Kernspaltung von 1938 und dem Ausbruch des Krieges 1939 in Europa wirkte die Befürchtung, daß Hitler eine Atomwaffe erhalten könnte, als mächtige, Emigranten und Nicht‐Emigranten gleichermaßen erfassende einigende Kraft unter den Atomphysikern in Amerika, und die meisten von ihnen stellten ihre Fähigkeiten in den Dienst der US‐Regierung und arbeiteten am Manhatten‐Projekt und an anderen militärischen Forschungsvorhaben mit. Bei Kriegsende waren die in den dreißiger Jahren emigrierten Kernphysiker wie so viele Flüchtlinge vor ihnen Amerikaner geworden, und keiner von ihnen kehrte in sein Geburtsland zurück. Among the large number of refugees from Nazism and Fascism entering the United States between 1933 and 1941 were more than 100 physicists, including some of the most gifted nuclear physicists in the world. By that time physics in America had come of age, and a remarkable and multifaceted symbiosis occurred between the émigré and native‐born nuclear physicists as they pursued the many avenues of research opened up by the discoveries and inventions of 1932 (neutron, deuterium, positron, Cockcroft‐Walton accelerator, cyclotron). Of particular importance for the consolidation and development of the entire field of nuclear physics was the publication in 1936–37 of the three articles in the Revieus of Modern Physics known as the „Bethe Bible”. With the discovery of nuclear fission in 1938 and the outbreak of war in Europe in 1939, the fear that a nuclear weapon might fall into Hitler's hands served as a powerful unifying force among nuclear physicists in Amerika, émigrés and non‐émigrés alike, and most placed their talents in the service of the United States Government working on the Manhattan Project and other wartime research. By the end of the war, like so many refugees before them, the émigré nuclear physicists of the 1930s had become Americans, and not one of them returned to the country of his birth.

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