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Ringversuch zur Ermittlung des Chlorideindringwiderstands von Mörtel und Beton
Author(s) -
Schulze Joachim,
Breit Wolfgang
Publication year - 2018
Publication title -
beton‐ und stahlbetonbau
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.486
H-Index - 25
eISSN - 1437-1006
pISSN - 0005-9900
DOI - 10.1002/best.201700094
Subject(s) - gynecology , chemistry , medicine
In dem im Rahmen des DAfStb‐Forschungsprojekts V488 durchgeführten Ringversuch zur Bestimmung des Chloridmigrationskoeffizienten wurden neben einem Instandsetzungsmörtel, der sowohl händisch (PCC) als auch im Spritzverfahren (SPCC) verarbeitet werden kann, ein Vergussbeton C80/95 mit hoher Gefügedichtigkeit und ein Normalbeton C20/25 mit geringer Gefügedichtigkeit untersucht. Hierdurch wurde die Untersuchung von stark variierenden Chloridmigrationskoeffizienten ermöglicht. Die Prüfinstitute erhielten Bohrkerne der jeweiligen Produkte und führten daran Untersuchungen in Anlehnung an die derzeit gültigen Regelwerke durch. Die Ergebnisse zeigten, dass das Eindringverhalten von Chloriden in Mörtel und Beton mit unterschiedlichen Gefügedichtigkeiten mit ausreichender Präzision beurteilt werden konnte. Die Prüfstreuung des Verfahrens zur Bestimmung des Chloridmigrationskoeffizienten, ermittelt aus den Wiederhol‐ und Vergleichsvariationskoeffizienten der teilnehmenden Prüfinstitute, lag tendenziell unterhalb der im BAW‐Merkblatt „Chlorideindringwiderstand von Beton“ aufgeführten Präzisionsdaten (Wiederholpräzision 11 % und Vergleichspräzision 20 %) und wies somit eine höhere Präzision auf. Eine Zuordnung der untersuchten Instandsetzungsmörtel und Betone hinsichtlich den Anforderungen an den Chlorideindringwiderstand nach BAW‐Merkblatt bezüglich der Expositionsklassen XS1–XS3 und XD1–XD3 kann mit ausreichender Sicherheit erfolgen.