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Filigrane Betonschalen am Hauptbahnhof in Berlin
Author(s) -
Paech Christoph,
Burkhardt Uwe,
Schlaich Mike
Publication year - 2017
Publication title -
beton‐ und stahlbetonbau
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.486
H-Index - 25
eISSN - 1437-1006
pISSN - 0005-9900
DOI - 10.1002/best.201700065
Subject(s) - physics , humanities , philosophy
Am Berliner Hauptbahnhof entstand im Zuge der Straßenbahnverlängerung ein wichtiger Umsteigepunkt. Zwei langgestreckte, geschwungene Stahlbetonschalen überdachen die neue Haltestelle. Die Form der beiden jeweils 58 m langen und 6 m breiten symmetrischen Dächer entwickelt sich aus den zentral angeordneten, vertikalen Fahrtreppenschachtwänden, die zur geplanten unterirdischen S‐Bahnstation führen. Die weit auskragenden Dächer werden am äußeren Rand zusätzlich in einzelnen Punkten von dünnen Stahlstützen getragen. Durch die sehr komplexen Randbedingungen waren nicht nur der Entwurf und die Bemessung der Dächer eine Herausforderung, sondern auch die sichere und setzungsarme Gründung des Bauwerks. Die Krümmung der Dachfläche ermöglicht ein Schalentragverhalten, bei dem Biegemomente weitgehend minimiert werden. Durch den Einsatz eines hochfesten Leichtbetons (LC45/50 nach DIN EN 1992) in Kombination mit einer nichtrostenden Betonstahl‐Bewehrung konnte eine schlanke Betonschale mit einer Dicke von lediglich sieben Zentimetern in den Randbereichen umgesetzt werden. Im Folgenden wird auf den Entwurf und die konstruktiv schwierige und nicht unproblematische Ausführung eingegangen.

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