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Simulationen und Messungen von Glockentürmen – Widerspruch oder Ergänzung?
Author(s) -
Kuhlmann Wolfram,
Mistler Michael
Publication year - 2005
Publication title -
bautechnik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.224
H-Index - 17
eISSN - 1437-0999
pISSN - 0932-8351
DOI - 10.1002/bate.200590213
Subject(s) - physics , humanities , gynecology , philosophy , medicine
Für die Beurteilung der Standsicherheit sowie der Gebrauchstauglichkeit von Glockentürmen sind sowohl die relevanten statischen als auch die dynamischen Belastungen zu berücksichtigen. Die Qualität der Modellierung des Glockenturms ist dabei entscheidend für die Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Da die tatsächlich vorhandenen Systemsteifigkeiten jedoch oft nur ungenau bekannt sind, können Materialprüfungen zusätzliche genauere Erkenntnisse liefern. Hinsichtlich der dynamischen Belastung spielt das tatsächliche Schwingungsverhalten des Turms die wesentliche Rolle. Bei bestehenden Türmen kann daher durch die Berücksichtigung der Ergebnisse von Schwingungsmessungen die Qualität des Modells wesentlich verbessert werden. In diesem Artikel wird anhand des Glockenturms der Kirche St. Pius X in Luxemburg die Kopplung zwischen rechnerischen Nachweisen und Meßergebnissen vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kalibrierung des Finite‐Elemente‐Modells, damit die Übereinstimmung mit der Realität gewährleistet ist. Es wird deutlich, daß ohne diese Kalibrierung die rechnerische Untersuchung im klaren Widerspruch zu den Meßergebnissen stehen würde, infolge der Kalibrierung jedoch durch die Schwingungsmessungen hervorragend ergänzt wird.