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Force‐free Magneitic Field Extrapolation for the Complex Sunspot Group of August 1972
Author(s) -
Seehafer N.,
Staude J.
Publication year - 1979
Publication title -
astronomische nachrichten
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.394
H-Index - 63
eISSN - 1521-3994
pISSN - 0004-6337
DOI - 10.1002/asna.19793000307
Subject(s) - physics , sunspot , humanities , gynecology , magnetic field , philosophy , medicine , quantum mechanics
Für unser Verständnis der physikalischen Prozesse in aktiven Gebieten im allgemeinen und in Flares im besonderen ist es unbedingt erforderlich, quantitative Daten über die Magnetfeldstruktur in allen Niveaus der Sonnenatmosphäre zu erhalten. Da als zuverlässige Daten nur Longitudinal‐Magnetogramme im Photosphärenniveau zur Verfügung stehen, muß man eine Methode entwickeln, um diese Daten nach höheren Niveaus hin zu extrapolieren. Für kraftfreie Magnetfelder, d. h. ∇ X B = αB , mit α = const. wurde eine solche Methode entwickelt, die im Vergleich zu früheren Arbeiten realistischere Randbedingungen erfüllt z. B. wird nicht verlangt, daß der magnetische Gesamtfluß durch die Magnetogrammfläche verschwindet. Diese Methode wurde zur Berechnung des Magnetfeldvektors und der Feldlinien in der flare‐aktiven Region vom August 1972 benutzt. Die berechneten Felder wurden mit anderen Beobachtungen, z. B. mit H α ‐Strukturen, verglichen. Die Ergebnisse für den 3. August zeigen, daß das während der Flares vom 2. und 4. August beobachtete System von Bogenprotuberanzen durch ein kraftfreies Feld mit positivem α besser als durch ein stromfreies Feld ( α = 0) dargestellt werden kann. Der verfügbare Energieinhalt dieses kraftfreien Feldes ist von gleicher Größenordnung wie die für einen Flare maximal erforderliche Energie (10 32 erg); die Höhenabhängigkeit der Magnetfeldstärke stimmt mit Schätzungen aus Radio‐ und Röntgen‐Beobachtungen gut überein. Ähnliche Ergebnisse werden für die Magnetfeldstruktur am 7. August erhalten.