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Zur Entwicklung der interstellaren Staubteilchen
Author(s) -
Schmidt KarlHeinz
Publication year - 1963
Publication title -
astronomische nachrichten
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.394
H-Index - 63
eISSN - 1521-3994
pISSN - 0004-6337
DOI - 10.1002/asna.19632870504
Subject(s) - physics , humanities , philosophy
In der vorliegenden Arbeit wird das Wachstum der interstellaren Staubteilchen in H I‐Gebieten untersucht, wobei in Abweichung von den Betrachtungen von O ORT UND VAN DE H ULST folgende entscheidende Annahmen gemacht werden: 1 An den Oberflächen der Staubpartikeln laufen keine chemischen Reaktionen ab, so daß die Teilchen aus einem Gemisch von Elementen bestehen; 2 Die Atome der Staubteilchen können durch Stöße energiereicher Atome des interstellaren Gases verdampft werden.Bei Berücksichtigung der Wolkenstruktur des interstellaren Mediums sowie der Aufheizung des Gases durch Wolkenzusammenstöße und anschließender Abkühlung durch Elektronen‐Ionen‐Stöße und durch Wasserstoffmoleküle wird eine Verteilungsfunktion der Partikelradien abgeleitet. Insbesondere zeigt sich, daß die interstellaren Staubteilchen bei den gemachten Voraussetzungen nicht die Größe der „klassischen” Partikeln erreichen können. Daraus wird geschlossen, daß die Vorstellung von P LATT ü;BER DIE NATUR DER STAUBTEILCHEN DIE WAHRSCHEINLICHSTE IST. AUS DER GEWONNENEN VERTEILUNGSFUNKTION WIRD BEI ANNAHME DES P LATT schen Extinktionsmechanismus die Wellenlängenabhängigkeit der interstellaren Extinktion berechnet und mit dem beobachteten Verlauf verglichen. Die gute Übereinstimmung ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß in der Verteilungsfunktion ein Parameter innerhalb gewisser Grenzen frei zu wählen ist. Eine weniger gute Übereinstimmung ergibt sich beim Vergleich mit der beobachteten Wellenlängenabhängigkeit der interstellaren Polarisation. Im Gegensatz zu den anderen kosmogonischen Untersuchungen des interstellaren Staubes ergeben sich in der vorliegenden Arbeit zwanglos längliche Teilchen, die den Betrag der beobachteten Polarisation erklären. Eine Entscheidung über die effektive Größe der interstellaren Staubteilchen läßt sich offensichtlich nur aus einer umfassenden Ermittlung der chemischen Zusammensetzung des interstellaren Gases fällen.

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