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Die Schwärzungsabhängigkeit der isophoten Wellenlänge bei chromatischen Objektiven
Author(s) -
Stock J.
Publication year - 1952
Publication title -
astronomische nachrichten
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.394
H-Index - 63
eISSN - 1521-3994
pISSN - 0004-6337
DOI - 10.1002/asna.19522810405
Subject(s) - physics , gynecology , medicine
Der spektrale Empfindlichkeitsbereich einer Platten‐Filter‐Kombination läßt sich durch Benutzung eines Objektivs mit steiler Farbkurve einengen. Bei starker Schwärzung beeinflussen aber die außerfokalen Scheiben der Enden des wirksamen Spektralbereichs die Struktur des Bildes und können zu einer schwärzungsabhängigen Verlagerung der isophoten Wellenlänge führen. Bei welchem Abstand von der Grenzhelligkeit der Aufnahme diese Verlagerung der isophoten Wellenlänge einsetzt und wie ihr Auftreten mit der Steilheit der Farbkurve des Objektivs zusammenhängt, wird unter stark vereinfachenden Annahmen theoretisch berechnet. Es ergibt sich, daß zu jeder aus einer Platten‐Filter‐Kombination resultierenden spektralen Empfindlichkeitsfunktion eine „ungünstigste” Steilheit der Farbkurve existiert. Bei flacherer und bei steilerer Farbkurve setzt die schwärzungsabhängige Änderung der isophoten Wellenlänge erst bei größerem Abstand von der Grenzhelligkeit ein. Aus dieser Untersuchung ergeben sich Gesichtspunkte für die Auswahl eines für die Photometrie großer Himmelsareale in mehreren Farbbereichen geeigneten Objektivs. Die Auswahl muß Rücksicht nehmen auf die zur Zeit erhältlichen Platten‐ und Filtersorten. Ein im Bereich 370—480 mμ achromatisches und ein im gesamten erfaßbaren Spektralbereich hinreichend chromatisches Objektiv sind für solche Programme brauchbar.