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Kolorimetrische Untersuchungen an offenen Sternhaufen in den Standard=Spektralbereichen der Integralphotometrie NGC 663
Author(s) -
Becker Wilhelm,
Günther Siegfried
Publication year - 1947
Publication title -
astronomische nachrichten
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.394
H-Index - 63
eISSN - 1521-3994
pISSN - 0004-6337
DOI - 10.1002/asna.19472751002
Subject(s) - gynecology , chemistry , physics , medicine
Es werden Helligkeiten von 137 Haufensternen und 194 Umgebungssternen in drei Standardbereichen (Tab. 1) bestimmt. Aus 47 Umgebungssternen vom A‐Typus wird der Entfernungseffekt im langwelligen Farbenindex (RG1–GG5) bestimmt (Tab. 3), der auf die Existenz von zwei hintereinander gelagerten interstellaren Materiewolken hinweist (Tab. 4) Der Entfernungsmodul des Sternhaufens beträgt m–M = 11 m .85, entsprechend 2325 pc ohne Absorptions‐Korrektion. Die Verfärbung der physischen Haufensterne im langwelligen FI stimmt mit der der Umgebungssterne gleicher Entfernung überein. Im Spektralgebiet von 638 mμ bis 373 mμ folgt die interstellare Verfärbung mit großer Annäherung einem λ −1 ‐Gesetz (Tab. 5). Das Farben‐Helligkeits‐Diagramm (FHD) für die internationalen FI weist zwischen 10 m .0 und 13 m .5 einen nahezu senkrechten Verlauf des Hauptastes auf. Im langwelligen FHD (RG1–GG5) (Abb. 4) dagegen verläuft der Hauptast beginnend mit den hellsten Haufensternen in der von Feldsternen her gewohnten Neigung. Im kurzwelligen FHD (UG2–GG5) (Abb. 6) aber ist die Gruppe der hellsten Haufensterne bis 12 m .15 stark nach rot hin verschoben, was auf eine abnorm geringe UV‐Intensität dieser Sterne hindeutet. Die diesbezüglichen Daten stehen in Tab. 6. Die Gruppe der hellsten Sterne ist durch ein Minimum in der Leuchtkraftfunktion von den normalen Haufensternen abgetrennt (Tab. 7). Nach der Methode der Farbdifferenzen werden physische und nichtphysische Haufensterne voneinander geschieden. Es ergibt sich, daß der Sternhaufen bis zur Grenzgröße 13 m .9 (GG5) aus 112 physischen und 25 nichtphysischen Mitgliedern besteht. Von den letzteren würden etwa 20 sehr wohl in das internationale FHD hineinpassen und auf dieser Basis nicht von den physischen Mitgliedern zu trennen sein. Der Sternhaufen hat einen scheinbaren Durchmesser von 20′ und eine geometrische Entfernung von 968 pc. Damit ergibt sich sein linearer Durchmesser zu 5.6 pc.