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Idee und Theorie einer lichtelektrischen Methode der Zeitbestimmung
Author(s) -
Reeger E.
Publication year - 1941
Publication title -
astronomische nachrichten
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.394
H-Index - 63
eISSN - 1521-3994
pISSN - 0004-6337
DOI - 10.1002/asna.19412720202
Subject(s) - gynecology , physics , philosophy , medicine
Es ist bekannt, daß die durch die Einführung der Quarzuhren erreichte Verbesserung der Zeithaltung eine entsprechende Verbesserung der Zeitbestimmung als dringend wünschenswert erscheinen läßt. Dies ist sicher nur möglich, wenn es gelingt, durch Einführung eines geeigneten lichtempfindlichen Registrierorgans die persönliche Gleichung völlig auszuschalten. Das U.S. Naval Observatory verwendet für die Zeitbestimmung mit offensichtlich gutem Erfolg die photographische Platte in Verbindung mit einem Zenit‐Teleskop. Vielleicht läßt sich eine weitere Verbesserung erzielen, wenn man in diesem Verfahren die Photoplatte durch eine Fadensystem im Verein mit einer lichtempfindlichen Zelle ersetzt. Die Empfehlung und genaue Erörterung eines solchen Verfahrens bildet den Zweck der vorliegenden Arbeit. Die älteren Versuche zur Einführung der Photozelle in die Zeitbestimmung krankten vor allem daran, daß die winzigen Ströme der Photozellen sich nur mit beträchtlicher Verzögerung verstärken ließen. Heute kann aber durch die Entwicklung des Sekundärelektronen‐Vervielfachers das Problem der trägheitslosen Verstärkung schwacher Photoströme als gelöst betrachtet werden. So verbleiben als hauptsächliche Fehlerquellen — neben Aufstellungsfehlern des Instruments und Fehlern der verwendeten Sternörter — die Orts‐ und Helligkeitsänderungen der Sterne infolge Luftunruhe sowie (bei schwachen Sternen) die spontanen Schwankungen des Photostroms. Die einzige Möglichkeit, diesen Schwankungserscheinungen entgegenzuwirken, besteht darin, daß man die Zahl der Antritte des Sterns möglichst vermehrt, war aber auch eine schwerwiegende Vermehrung der Reduktionsarbeit bedeutet. Es ist jedoch eine elektrische Anordnung denkbar, die es gestattet, die Mittelbildung aus den zahlreichen Sternantritten automatisch, ohne Berücksichtigung des Einzelwerts, zu vollziehen und nicht nur eine sehr wesentliche Herabsetzung der Reduktionsarbeit, sondern auch eine Verminderung der Schwankungserscheinungen zu erzielen.

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