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Ueber Sternschnuppen‐Beobachtungen
Author(s) -
Wittstein
Publication year - 1873
Publication title -
astronomische nachrichten
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.394
H-Index - 63
eISSN - 1521-3994
pISSN - 0004-6337
DOI - 10.1002/asna.18730811602
Subject(s) - citation , computer science , library science , information retrieval , world wide web
Haufigkeit der Sternsc!muppen unter 38O PolhGhe. Theorie Beobachtung 1872 Nov. 27. 6 11 0.83 0.21 7 0.92 0.56 8 0.98 0.92 9 1 .oo 1-00 10 0.98 0.81 11 0.92 0.58 12 0.83 0.34 13 0.71 0.17 14 0.57 0.07 15 0 .42 16 0.27 17 , 0.13 W e man aus diesen Zahlen sieht, lisst die Uebereinstimnmng zwischen Theorie und Beohachtung viel zu wunschen iibrig. Die Hinfiglreit der Sternschnuppen ersclieint hier sowohl vor als nach dem Maximum in den beobacbteten Zahlen erheblich kleiner als die Formel 8ie giebt. Wollte man daraus einen Schluss ziehen, so wiirde, da die Formel einen constanten und gleichmiissig dichten Stroin voraussetzt, sich ergeben, dass der Strom des 27. November absolut gcnommen nicht constant gewesen und sein Maximum genau oder beinahe genau mit der Culmination des Radiationspunlites fur Athen zusammengefallen sei. Offenbar hat aber Letzteres, obwohl es an sich rniiglich is t , nur eine geringe Wahrscheinlichkeit fiir sic']. W i r glauben den E'ehler vielinehr auf Seiten der Beobachtungen suchen zu rniissen nnd wollen uns erlauben, hier auf einen 81. Bd. Punkt die Aufmerksanikeit zn lenken, der, in Betracht ler Neuheit des Gegenstandes, bei Reobachtungen h e r Art bisher nicht in Rechnung geeogen zu sein wheint. Wenn es um die Zlihlung der Sterrischnuppen 5nes Stcr~ischnuppenscliwarmes sich handelt, so ist dazu iffenbar ein einzelner Beobschter nicht ausrekhend, gondern ,es muss die gesarnmte HalLkugel des Himniels unter so viel Beobachter vertheilt werden, dass jeder clerselben das ihm zugewiesene Gebiet vollstandig beherrsi,ht. Sollte die d a m u2jthigc Zahl von Beobachtern nicht zur Verfiigung stehen, oder sollten etwa Wolken oder andere Hindernisse den Anblic k theilweise verspwren, 60 kann nur ein Theil des Himmels beobachtet werden iind es entsteht mithin die tvichtige Frage, ob und in welclier Weise man befugt sei, von dem Theile auf das Game ZLI s-hliessen. Wir setzen wie frulier den Meteoritenstrom, der die Erde trifft, als constant und gleichnxissig dicht voraLis, welche Voraussetzung in der That die einzige ist, die sich fur die Rechnung machen hisst, und an welcher tibeydies jcder andere Pa11 gemessen werden kann. Uliter dieser Voraussetzung kann es niemals gnschehen, dass die Hiufigkeit der Sternschnuppen in einer gegebenen Zeit an allen Stellen des Himniels dieselbe ist, und man wiirdt einen uiiter Urnstanden sehr erheblichen Fehler begehen, wenn man die an einem Theile der Himmelskugt~l angestellten Zahlungen lediglich nach Proportion der Flaclien auf das ganze Himinelsgewolbe ubertragen w ollte. Es lasst sich vielmehr jederzeit ein bestinxnter Pankt des Himmels nachweisen , in welchein die Haufigkeit der Sternschnuppcn ein Maximum , so wie ein hestiinmter anderer Punkt, in welchein diese ein Miniinurn ist, und ehcnso 1:isst sich fiir jedes Flachenstuck des Himmels von gegebener Regrenzung in jedeni gegebenen Augenblicke exact nachweisen , welcher Bruchtheil der Gesammtzahl aller Sternschnuppen , die iiber dem Horizonte des Beobachters zur Erscheinung kommen , innerhalb dieses F1:ichenstucks fallen muss. Diese Nach-

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