z-logo
Premium
1,5‐Benzodiazepine, 2. Mitt.: Entgegengesetzte zentralnervöse Wirkungen der Enantiomere von zwei 3,3‐Dialkyl‐1,5‐benzodiazepin‐2,4‐dionen
Author(s) -
Knabe Joachim,
Büch Horst Paul,
Bender Susanne
Publication year - 1995
Publication title -
archiv der pharmazie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.468
H-Index - 61
eISSN - 1521-4184
pISSN - 0365-6233
DOI - 10.1002/ardp.19953280111
Subject(s) - benzodiazepine , chemistry , stereochemistry , biochemistry , receptor
Nach i.p.‐Applikation (50–200 mg) an Ratten zeigten rac. 1 , S (+)‐ 1 und R (−)‐ 1 nur eine schwach ausgeprägte dosisunabhängige Verlängerung der Hexobarbitalschlafzeit ohne enantioselektive Wirkungsunterschiede. Rac. 3 verlängerte die Hexobarbitalschlafzeit überhaupt nicht. Die Untersuchung der Gewebeverteilung und der Konzentration im Serum ergab, daß 1 und 3 nach i.p.‐Applikation im Serum und Gehirn zwar nachweisbar, aber nicht quantifizierbar waren. Nach i.v. Applikation erwiesen sich die S (+)‐Enantiomere von 1 und 3 überraschenderweise als konvulsiv wirksam. Sie sind in der Wirkungsintensität dem Pentetrazol um den Faktor 2.5‐5 überlegen. R (−)‐ 1 und R (−)‐ 3 verlängerten dagegen nach i.v. Gabe die Hexobarbitalschlafzeit, und zwar R (−)‐ 1 dosisabhängig. Die durch S (+)‐ 1 ausgelösten Krämpfe wurden durch Vorbehandlung mit Diazepam unterdrückt, nicht aber durch Flumazenil. Die Enantiomere R (−)‐ 1 und R (−)‐ 3 sind schwache Agonisten, S (+)‐ 1 und S (+)‐ 3 offensichtlich starke inverse Agonisten. Enantioselektive Unterschiede traten auch bei der Bindung der 1 ‐Enantiomere an Humanserumalbumin auf: R (−)‐ 1 wurde stärker gebunden als S (+)‐ 1 .

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here
Accelerating Research

Address

John Eccles House
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom