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In vivo Nitrosierung von Metamizol beim Menschen
Author(s) -
Ziebarth Dieter
Publication year - 1994
Publication title -
archiv der pharmazie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.468
H-Index - 61
eISSN - 1521-4184
pISSN - 0365-6233
DOI - 10.1002/ardp.19943270607
Subject(s) - chemistry , gynecology , medicine
Die extrem rasche Nitrosierung des Analgetikums Metamizol, die auch endogen beim Menschen abläuft, führt zu N ‐Nitrosomethylaminoantipyrin (NMAA), das nicht metabolisiert zusammen mit dem Urin ausgeschieden wird. Bedingt durch die hohen Exkretionsraten und die einfache quantitative Bestimmung mittels HPLC, geben Messungen der Ausscheidung von NMAA im Urin nach peroraler Gabe von Metamizol rasch ein Bild der aktuellen Nitrosierungspotenz eines Individuums. ‐ Es konnte gezeigt werden, daß unter normaler Nitratbelastung der täglichen Nahrung die endogene Nitrosierung von peroral verabreichten Metamizol nur sehr unwesentlich durch die Modulatoren Ascorbinsäure, Natriumbikarbonat oder Natriumbikarbonat plus Metronidazol gehemmt wird. Wir sehen darin einen weiteren Hinweis auf einen dritten, in‐vivo ablaufenden Zell‐vermittelten Weg endogen ablaufender Nitrosierungsreaktionen beim Menschen.